Haus Ayen, Mössingen-Öschingen

Das seit 1965 leer stehende Gebäude war dem Verfall preisgegeben. Seit den letzten baulichen Eingriffen sind sogar über 80 Jahre vergangen, so dass sich der Wohnteil den morbiden Charme alter schwäbischer Bauernhäuser bewahrt hat.

Mit der Eintragung als Kulturdenkmal ergab sich die Chance, den sicheren Abriss zu verhindern und eine moderne, zukunftsfähige Interpretation des Haustyps "Schwäbisches Bauernhaus" zu verwirklichen.

Die beiden Dachebenen wurden zu Wohnräumen ausgebaut und sind von kleinen gusseisernen Dachfenstern belichtet - in der Dämmebene kombiniert mit innenliegenden Holzfenstern.

Die neuen Fenster aus heimischer Eiche sind zum Erhalt der Fassadenproportionen mit der Dämmung nach außen gerückt.
Wandflächen beheizen die Wohnräume. Die Wärme hierfür kommt von einem Scheitholzbrenner und der Solaranlage auf dem Scheunendach.

Nach der Sanierung ist der Bestand des Hauses Ayen als wichtiger Baustein eines Ensembles historischer, giebelständig an der Dorfstrasse aufgereihter Streckgehöfte langfristig gesichert.

 

Das Bauernhaus wurde mit KFW-Mitteln zum Effizienzhaus 100 saniert und von der Denkmalbehörde gefördert.

 

 

Auszeichnungen:

 

März 2013: Auszeichnung "Baukultur Schwäbische Alb" in der Kategorie Wohnen, Regierungspräsidium Tübingen mit Architektenkammer Bezirk Südwürttemberg

 

Oktober 2012: Vorstellung als beispielhaftes Projekt im Rahmen der bundesweiten Initiative „Besser mit Architekten – Energieeffiziente Gebäude" von KFW und Architektenkammern.